Die zwei Untersuchungsbereiche der wissenschaftlichen Evaluation

Lernwege und -hindernisse

Der Untersuchungsbereich Lernwege und -hindernisse verfolgt mit verschiedenen methodischen Zugängen die Entwicklung von Fähigkeiten sowie Einstellungen und die Lösung von schriftbasierten Aufgaben. Im quantitativen Teil werden bei der gesamten Stichprobe (Kontroll- und Experimentalgruppe) die Lesekompetenzen erhoben. Zusätzlich ermitteln wir lernerbezogene Merkmale wie Selbstwirksamkeit, Motivationen, Einstellungen und den Umgang mit Misserfolg. Um einen vertieften Einblick in die Lernwege und -hindernisse zu erhalten, wird im qualitativen Teil mit einer Teilstichprobe eine halb-experimentelle Schreib- und Leseaufgabe durchgeführt. Im direkten Anschluss an diese Aufgabe werden mit den ProbandInnen klinische Interviews geführt.

Die Befragten sind Teilnehmende aus LAB-Kursen, die im Längsschnitt in ihrem Lernen begleitet und untersucht werden.

Persistenz

Im Untersuchungsbereich Persistenz stehen hauptsächlich folgende Fragen im Zentrum: Welche Rolle spielt die Erwartung der Kursteilnehmenden, selbstgesteckte Ziele im Kurs erreichen zu können? Hat die Fähigkeit, Lernprozesse selbstständig steuern und mit Lernhindernissen umgehen zu können, einen förderlichen Einfluss auf das Durchhaltevermögen? Welche Faktoren beeinflussen die Persistenz?

Im quantitativen Teil werden die Daten aus dem Teil Lernwege und -hindernisse vertiefend analysiert. Zusätzlich wird bei einer Teilstichprobe ein teilstrukturiertes Interview eingesetzt, das mit Vignetten kombiniert ist, die ausgewählte (Problem-)Situationen anmoderieren. Zudem werden auch die Kursleitenden befragt.