Der Entwicklungsteil und seine drei Ziele

1. Entwicklung einer webbasierten Lehr- und Lernplattform (Warehouse)

Die webbasierten Werkzeuge aus dem Vorgängerprojekt werden zur Unterstützung der Lernprozesse weiterentwickelt. Sie sollen dabei helfen, in den Domänen Lesen und Schreiben, Alltagsmathematik («adult numeracy»), ICT-Fertigkeiten sowie eigenes Lernen die Fähigkeiten zu verbessern. Derzeit werden mit Kursleitenden modularisierte Kursinhalte in Form von Lernsets erarbeitet und optimiert.

Das Warehouse basiert auf dem Open-Source-Projekt ILIAS und ist eine Lehr- und Lernumgebung. Sie wurde für die speziellen Bedürfnisse der von Illettrismus Betroffenen angepasst und kann in Kursen als Online-Plattform verwendet werden. Die einzelnen Materialien sollen in die neu entstehenden «virtuellen Bibliotheken» beim schweizerischen Bildungsserver educa eingespeist werden. Die Lehr- und Lernplattform wird von Assocation Lire et Ecrire übernommen und für die Romandie angepasst.

2. Entwicklung von Basisstandards und Kompetenzbeschreibungen

Bereits vorliegende nationale und internationale Standards werden gesichtet und mit den Praxispartnern für die Zielgruppe angepasst oder neu erarbeitet. Die Standards und Kompetenzbeschreibungen werden an zentralen Punkten konkretisiert. Angestrebt wird eine sichtbare Einreihung im Vergleich zu den Standards aus HarmoS und Curricula der Berufsbildung.

3. Entwicklung von Assessments und Diagnoseinstrumenten für die Kurse

Viele Studien betonen, dass Kursteilnehmende von Lernfortschritten profitieren, die für sie sichtbar sind. Dazu bedarf es spezifischer Diagnoseinstrumente, die aus zwei Gründen der Qualitätssteigerung der Kurse dienen dürften: Kursleitende können mit Testformaten und Diagnoseinstrumenten Lernstände erheben und damit für Teilnehmende Lernfortschritte sichtbar machen. Die Instrumente werden auf der Grundlage von Basisstandards und Kompetenzbeschreibungen entwickelt und sind damit kompetenzorientiert.